Orgel St. Gallen

 

 

Hansjörg Gerig

Die historische Chororgel
in der Kathedrale St. Gallen
herausgegeben von Günter Lade

Buch in deutscher Sprache, 2007

17 x 24 cm, 96 Seiten, 88 farbige Abbildungen

€ 20,00 + Versand

 

 

Die Chororgel der Kathedrale St. Gallen zählt zu den wichtigsten historischen Orgeln der Schweiz. Ihre Ursprünge gehen auf die angesehenen Schweizer Orgelbauer Victor Ferdinand und Karl Joseph Maria Bossard zurück, die 1768 bis 1770 für beide Seiten des Chores je eine Orgel bauten und diese in symmetrischen Gehäusen in das prachtvolle Chorgestühl von Johann Anton Feuchtmayer und Johann Georg Dirr integrierten. 1823 bis 1825 erfolgte durch Franz Anton Kiene aus Langenargen, der von seinen Zeitgenossen als hervorragender Orgelbauer eingestuft wurde und Aufträgen in der ganzen Schweiz nachkam, ein wichtiger technischer Umbau. Kiene vereinte die beiden Bossard-Orgeln zu einem einzigen, räumlich zweigeteilten Instrument und schuf dabei eine faszinierende Synthese zwischen dem barock orientierten Stil der Bossards und den neuen Klangvorstellungen seiner Zeit. Die Chororgel muss nach diesem Umbau als typische Kiene-Orgel bezeichnet werden. Ihr klanglicher Charme wurzelt bis in die Gegenwart im Empfinden des frühen 19. Jahrhunderts, da trotz einiger Eingriffe vor allem durch Franz Gattringer 1939 glücklicherweise viel von ihrer wertvollen Grundsubstanz erhalten blieb. Die gewissenhafte Restaurierung mit Rekonstruktion der mechanischen Trakturen fand 1966/67 durch die Firma Mathis Orgelbau (Näfels) statt, die 2006 anlässlich einer allgemeinen Reinigung und Revision auch einige zum Teil schon länger geplante Änderungen wie die Wiedereinführung einer alten Stimmung vornahm und mit behutsamen klanglichen Anpassungen den nun wohl definitiven Zustand des einzigartigen Instruments schuf. Die unter mehreren Meistern gewachsene Chororgel präsentiert sich heute als ein optisch und klanglich in sich geschlossenes Denkmalinstrument, dem zwei Neuerscheinungen gewidmet sind.

Das im Oktober 2007 erschienene Buch »Die historische Chororgel in der Kathedrale St. Gallen« wurde von Hansjörg Gerig verfasst. Dr. Gerig ist leitender Arzt am St. Galler Kantonsspital, langjähriges und initiatives Mitglied der St. Galler Orgelfreunde, Verfasser verschiedener Publikationen zur Orgelbaugeschichte und zugleich gefragter Orgelexperte (1987 Anerkennungspreis der Stadt St. Gallen für »die wissenschaftlich fundierte Vermittlung von Vergangenheit und Gegenwart im Orgelbau«).

Als Ergebnis seiner jahrelangen Forschungen zu Geschichte und Konzeption der historischen Chororgel veröffentlichte er ein 96-seitiges Buch, in dem auch originale Vertragstexte zitiert, frühere Dispositionen rekonstruiert sowie alle wichtigen technischen Details samt Registerbeschreibungen und Mensuren enthalten sind.

88 farbige Abbildungen von Gehäusen, Spieltischen, Mechanik und Pfeifenwerk vervollständigen den bibliophilen Band, zu dem auch eine klangliche Präsentation auf CD erhältlich ist. Domorganist Willibald Guggenmos spielt auf der historischen Chororgel der Kathedrale St. Gallen ein erlesenes Programm und stellt mit Kompositionen alter Meister aus dem deutschsprachigen Raum, aus Italien, England und Frankreich sowie mit Werken Johann Sebastian Bachs (u.a. eine eigene Bearbeitung des »Agnus dei« aus Bachs h-Moll-Messe) meisterhaft den Klangreichtum und den klanglichen Charme der Chororgel unter Beweis.

 

        Informationen zur CD

 

Angebot: Buch (€ 20,00) & CD (€ 18,70) im Paket = € 34,00 (Sie sparen € 4,70)

 


I N H A L T

 

Vorwort

Das Orgelwerk von Victor Ferdinand und [Karl] Joseph [Maria] Bossard (1768-70)

*  Wortlaut des Vertrages
*  Aufstellung und Spielanlage
*  Orgelgehäuse und weitere Abmachungen
*  Ausführung der Chororgel

Zustand der Bossard-Orgeln im Jahre 1823, rekonstruiert nach Franz Anton Kiene

*  Aufstellung
*  Spielanlage und Blasbälge
*  Gehäuse und Prospekt
*  Disposition
*  Zusammenfassung

Der Orgelumbau von Franz Anton Kiene (1823-25)

*  Wortlaut des Akkordes
*  Franz Anton Kiene
*  Das »Reparations«-Projekt von Franz Anton Kiene
*  Disposition des Vertrages mit Kiene 1823
*  Aufstellung
*  Die Bedeutung des Vertrages
* Windladen, Spielanlage und Blasbälge
*  Besonderes
*  Würdigung

Veränderungen an der Chororgel in der Zwischenperiode (1825-1938)

*  Bauarbeiten in der Zwischenperiode
*  Zustand des Instrumentes 1938
*  Spielanlage und Blasbälge

Der Orgelumbau von Franz Gattringer (1939)

Quellen
Disposition
Windladen und Spielanlage
Blasbälge
Ausführung und Finanzielles
Würdigung

Die Orgelrestaurierung von M. Mathis + Co, Näfels (1966/67)

Konzept
Disposition,
Änderungen im Manualwerk auf der Epistelseite,
Änderungen im Manualwerk auf der Evangelienseite,
Änderungen in den Pedalwerken,
Windladen und Spielanlage,
Windanlage
Würdigung

Die Orgelrevision von Mathis Orgelbau AG, Näfels (2006)

Verteilung der Windladen und Register (2006)

Disposition (2006)

Registerbestand und Mensuren (2006)

Rekonstruktionsnachweis

Literaturverzeichnis

Bildnachweis

Namensregister

Der Autor

Die CD zum Buch

 

 

 

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